… Dienstleister für die Landwirtschaft

Voraussetzungen

  • Spaß am Umgang mit Agrartechnik
  • Freundlichkeit im Umgang mit Kundinnen und Kunden
  • ökonomisches und ökologisches Denken
  • Naturverbundenheit
  • Zuverlässigkeit und Engagement
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten in der Saison

Tätigkeiten

Fachkräfte Agrarservice pflanzen, säen, düngen, ernten – und das alles mit modernster Technik. Sie arbeiten in größeren landwirtschaftlichen Betrieben des Pflanzenbaus, hauptsächlich jedoch in landwirtschaftlichen Lohnunternehmen. Wichtige Aufgaben sind die Bedienung und Führung landwirtschaftlicher Maschinen für Aussaat, Düngung, Ernte und Transport.

Eine Fachkraft Agrarservice arbeitet mit Kolleginnen und Kollegen im Team und steht im engen Kontakt zur Kundschaft des Lohnunternehmens. Weitere Aufgaben sind die Pflege und Wartung der Geräte und Maschinen in der betriebseigenen Werkstatt. In der Ausbildung wird alles über die Technik und Elektronik vermittelt. Die Fachkraft für Agrarservice lernt aber auch etwas über landwirtschaftliche Nutzpflanzen sowie deren Anbau, Ernte und Lagerung – von der Ackerbohne bis zur Zuckerrübe.

Am Ende der Ausbildung können Fachkräfte Agrarservice nicht nur Mähdrescher fahren - sie beherrschen auch den sinnvollen Umgang mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln, sie können Böden und Witterungsverhältnisse gut einzuschätzen und kennen die Abläufe im Betrieb. Außerdem sind Fachkräfte Agrarservice Profis in der Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden sowie den Geschäftspartnern.

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr:

  • Bodenarten und Bodeneigenschaften beurteilen
  • Saat- und Pflanzgut ausbringen und Pflanzenbestände pflegen
  • Maschinen und Geräte reinigen, Beschädigungen dokumentieren
  • Ernten und das Erntegut transportieren, lagern und konservieren
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden treffen

Im 2. und 3. Ausbildungsjahr:

  • Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen durchführen
  • Agrartechnik warten und Verschleißteile austauschen
  • landwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen im Straßenverkehr führen
  • Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln finden, dokumentieren und beheben
  • bei Geschäftsvorgängen des Betriebes mitwirken, Rechnungen kontrollieren, Preise für die Dienstleistungen ermitteln
  • Kundinnen und Kunden beraten und Kundenwünsche entgegennehmen
  • Dienstleistungsangebote entwickeln und präsentieren

Perspektiven

  • Agrarservicemeisterin/ Agrarservicemeister
  • Staatlich geprüfte Wirtschafterin Agrarservice/ Staatlich geprüfter Wirtschafter Agrarservice
  • Hochschulstudium (beispielsweise Agrarwissenschaften)

Auszubildende

Auszubildende insgesamt 2019: 708

Die Ausbildungsvergütung beträgt durchschnittlich 665 Euro.

Quellen

Die Grünen 14: Vierzehn Ausbildungsberufe im Agrarbereich - Broschüre des Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL)

Statistik des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Lexikon der Ausbildungsberufe: Beruf aktuell, Bundesagentur für Arbeit (PDF-Datei)