Service

Weiterhin hoher Handlungsbedarf beim Thema Ausbildung

16.02.2018

Friedhof
Copyright: PhotographByMK - Fotolia.com

Am 6. Februar 2018 trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Ausbildung des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) zum gemeinsamen Austausch.

Vor allem die Umfrageergebnisse des Demografiepapiers zum Thema Ausbildungsbereitschaft wurden intensiv analysiert mit dem Fazit, dass es nicht nur zu wenig Ausbildungsanwärterinnen und -anwärter gibt, sondern auch zu wenige Ausbildungsbetriebe.

Stefan Emert, Friedhofsg√§rtner aus Liederbach und neuer Vorsitzender des Arbeitskreises fordert mit Nachdruck, dass dem Thema Ausbildung weiterhin ein hoher Stellenwert in der verbandlichen Arbeit einger√§umt wird. "Die Kunden schenken uns Friedhofsg√§rtnern ihr Vertrauen f√ľr die Pflege der Gr√§ber √ľber die gesamte Ruhefrist hinweg, meistens zwischen 15-25 Jahren. Wir m√ľssen also heute sicherstellen, dass wir √ľber diese Zeitspanne und dar√ľber hinaus qualifiziertes Personal haben", erkl√§rt er. "Hier liegt harte Arbeit vor uns, denn wir m√ľssen den Beruf attraktiver darstellen und Betriebe dazu motivieren, gut auszubilden".

Hinter dem Demografiepapier steckt eine Abfrage von 248 gartenbaulichen Betrieben und ihrer generellen Einstellung zum Thema Ausbildung. Die Kernergebnisse der Umfrage belegen, dass Betriebe Schwierigkeiten haben, gute Auszubildende zu finden, aber auch, dass die verbandlichen Hilfsangebote daf√ľr zu wenig genutzt werden. Zudem bewerten viele Betriebe den zu leistenden Ausbildungsaufwand als zu hoch. Die Umfrage zeigt ebenfalls, dass die Chancen geeignete Auszubildende zu finden durchaus h√∂her stehen, sobald die verbandlichen Hilfsangebote von den Betrieben f√ľr die Nachwuchsgewinnung genutzt werden. Beispiele f√ľr Hilfsangebote sind die ZVG-Kampagne "Beruf G√§rtner. Der Zukunft gewachsen." oder die friedhofsg√§rtnerische Kampagne "Ruhebewahrer". Eine gro√üe Mehrheit der Betriebe spricht sich f√ľr eine Imagever√§nderung des Friedhofsgartenbaus durch eine positive und erh√∂hte √Ėffentlichkeitsarbeit aus.

Der Arbeitskreis Ausbildung verst√§ndigte sich darauf, mittels Umfragen bei friedhofsg√§rtnerische Institutionen zun√§chst weitere Erkenntnisse zu sammeln um daraufhin Handlungsfelder abzuleiten. Im Zentrum stehen dabei die beiden Fragen, wie Lehrkr√§fte in den allgemeinbildenden Schulen von Verbandsseite aus besser erreicht werden k√∂nnen und welche Qualifikationen sich Betriebsinhaber und Beitriebsinhaberinnen von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern w√ľnschen.

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des ZVG