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Trendwende zum Positiven bei Aufstiegsfortbildungen

09.09.2014 erstellt von Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung (BIBB)

Aubilder auf dem Feld
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Analysen des Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung ergeben: Der Anteil der Erwerbst├Ątigen mit Meister- oder Technikerabschluss steigt nach einem starken R├╝ckgang im letzten Jahrzehnt wieder an.

Rund jeder zw├Âlfte westdeutsche erwerbst├Ątige Mann zwischen 15 und 65 Jahren (8,4 Prozent) verf├╝gte 2012 ├╝ber einen dieser beiden Abschl├╝sse. 1992 waren es noch 12,1 Prozent, 2006 nur noch 7,0 Prozent. Dies zeigen Analysen der letzten sechs Erwerbst├Ątigenbefragungen des Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung (BIBB).

Auswertung unterschiedlicher Quellen

Auch auf der Grundlage des Mikrozensus zeigt sich zwischen 1999 und 2011 eine Kehrtwende f├╝r Personen mit einem Abschluss einer Aufstiegsfortbildung: Hier steigt der Anteil erwerbst├Ątiger M├Ąnner mit einem Fortbildungsabschluss seit dem Tiefpunkt im Jahr 2007 ebenfalls wieder langsam, aber stetig an. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Fortbildungspr├╝fungen, die j├Ąhrlich vom Statistischen Bundesamt gemeldet werden: Auch hier sind nach einem starken R├╝ckgang in den 90er-Jahren wieder steigende Zahlen zu beobachten.

Betrachtet man alle Fortbildungsabschl├╝sse - also zus├Ątzlich zum/zur Meister/-in und Techniker/-in auch die zum/zur Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in oder Fachkaufmann/-frau - so verf├╝gten im Jahr 2012 laut BIBB/BAuA-Erwerbst├Ątigenbefragung 10,1 Prozent der erwerbst├Ątigen M├Ąnner und 4,4 Prozent der erwerbst├Ątigen Frauen ├╝ber einen entsprechenden Abschluss (insgesamt: 7,6 Prozent).

Chancen durch Fortbilung verbessern

"Aufstiegsfortbildungen er├Âffnen sowohl breitere Besch├Ąftigungsperspektiven als auch attraktive Karrierem├Âglichkeiten. Sie machen die berufliche Bildung f├╝r alle interessant - insbesondere auch f├╝r schulisch h├Âher Qualifizierte, so wie es auch der Deutsche Qualifikationsrahmen dokumentiert", betont BIBB-Pr├Ąsident Friedrich Hubert Esser. "Die sich abzeichnende positive Entwicklung ist daher sehr zu begr├╝├čen. Sie sollte weiter verst├Ąrkt werden, zum Beispiel durch eine noch bessere Verzahnung von Ausbildung und Aufstiegsfortbildung."

Bei seinen Analysen unterschiedlicher statistischer Quellen ging das BIBB von der Frage aus, wie sich der Anteil der Personen mit Fortbildungsabschluss unter allen Erwerbst├Ątigen entwickelt hat. Aus statistischen Gr├╝nden beschr├Ąnken sich die BIBB-Analysen im Zeitverlauf auf Daten f├╝r M├Ąnner. Die Entwicklung der gesamten Fortbildungsquote wurde aufgrund von Analysen verschiedener Mikrozensuserhebungen nachgezeichnet. Die Analysen der Erwerbst├Ątigenbefragungen wurden nach Meister- und Technikerabschl├╝ssen differenziert.

Die BIBB-Analysen sind in der aktuellen Ausgabe 4/2014 der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis" (BWP) mit dem Thema "Aufstiegsfortbildung" erschienen. Der Beitrag steht auf der Internetseite des BIBB kostenlos zum Download zur Verf├╝gung.

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