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Studie zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Grünen Berufen veröffentlicht

13.12.2017

Helfer auf einem Acker
Foto: www.oekolandbau.de, Thomas Stephan

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen in Grünen Berufen eine Reihe von Chancen, gleichzeitig aber auch Hemmnisse aufweist.

Aufgabe der Studie war es, die Potenziale und Hemmnisse der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Grünen Berufen zu analysieren. Das Unternehmen Public Services GmbH führte das für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger betreute Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit dem ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftsforschung GmbH KG durch.

Beschäftigung behinderter Menschen vorwiegend auf dem zweiten Arbeitsmarkt

Die Ergebnisse zeigen, dass die Grünen Berufe in Deutschland bereits heute einen Beitrag zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen leisten, allerdings vor allem in Einrichtungen oder Betrieben des zweiten Arbeitsmarkts. Die Eignung der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in diesem Bereich ist je nach Art und Grad der Beeinträchtigung unterschiedlich. Während insbesondere für Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen eine gleichmäßige Arbeitstätigkeit mit Konstanz und Sicherheit erforderlich ist, können Menschen mit anderen Beeinträchtigungsformen eher an einer abwechslungsreichen Arbeit interessiert sein.

Digitalisierung bietet Chancen und Hemmnisse

Die meisten Faktoren lassen sich nicht durchgängig einer Kategorie als Potenzial oder Hemmnis zuordnen: Beispielsweise bietet die Digitalisierung Chancen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Grünen Berufen, da ursprünglich schwere körperliche Arbeiten erleichtert werden und damit neue Einsatzfelder entstehen können. Auf der anderen Seite wird die Arbeit durch die Digitalisierung komplexer, so dass der notwendige Spezialisierungsgrad die Fähigkeiten mancher Menschen mit Behinderung übersteigt.

Hintergrund

Das BMEL bedarf wissenschaftlicher Entscheidungshilfen zur Lösung seiner politischen und administrativen Aufgaben. Da die Forschungseinrichtungen im Geschäftsbereich diesen Bedarf nicht immer abdecken können, ist es notwendig, Forschungsvorhaben an wissenschaftliche Einrichtungen außerhalb der Bundesverwaltung zu vergeben. Die BLE führt die Projekte für das BMEL durch. 

Weitere Informationen

Weitere Informationen sowie die vollständige Studie stehen unter diesem Link bzw. in der Forschungsprojekte-Datenbank der BLE unter Entscheidungshilfe-Vorhaben unter Eingabe des Förderkennzeichens 2816HS009 im Suchfeld zur Verfügung.