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Schulprojekt: praktizierter Moorschutz

20.09.2019

Zwei Auszubildende im Wald
Foto: Karsten Peter, Waldarbeitsschule Kunsterspring

Angehende Forstwirte der Waldarbeitsschule Kunsterspring haben das Waldmoor Stendenitz in Brandenburg vor dem Austrocknen und Verlanden geschützt. Mit dem Bau eines Moorlehrpfades und zahlreicher Infotafeln wurde es für die Allgemeinheit als Erholungsraum zugänglich gemacht.

Um Naturschutz und Holzbau drehte sich ein spannendes, vierwöchiges Schulprojekt, das sich dem Schutz eines Waldmoores widmete. Wie kann man dieses Waldmoor vor dem Austrocknen und Verlanden schützen? Wie kann man das Wissen um das einzigartige Biotop nach außen tragen und die Öffentlichkeit für die Themen Naturschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit sensibilisieren? Das waren die zentralen Fragen, die sich die 15 Auszubildenden des ersten Lehrjahres an der Waldarbeitsschule Kunsterspring in ihrem Schulprojekt stellten.

Das Projekt lief in drei Phasen ab: Fichten- und Kiefernbäume entziehen dem Boden sehr viel Wasser und sind deshalb nicht standortgerecht für ein Waldmoor. Die Schüler entnahmen in der ersten Projektphase diese Bäume, um den Austrocknungs- und Verlandungsprozess zu stoppen. Danach wurde eine Staustufe gebaut und ein Bewässerungsgraben gezogen, um die Wiedervernässung des Moors zu fördern. 

In der zweiten Projektphase konnte ein Moorlehrpfad, den es früher schon einmal gegeben hatte, rekonstruiert werden. Ziel des Moorlehrpfads war es, den Waldbesucherinnen und -besuchern das Moor und seine Umgebung als Erholungsraum zugänglich zu machen und sie zugleich beim Betreten dieses Erholungsraums zu lenken.

Walderholung und Waldpädagogik – diese beiden wichtigen Bereiche verknüpft auch eine in Holzbauweise gefertigte Hütte miteinander, die die Projektteilnehmer in der dritten Projektphase in der Nähe des Waldmoors erstellten.

Weitere Informationen

Eine ausführliche Beschreibung des Schulprojektes finden Sie in der Ausgabe 3-2019 von B&B Agrar.