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Naturschutzbildung und Landwirtschaft

12.06.2018

Personengruppe auf Wiese
Foto: landpixel.de

Boden, Wasser und biologische Vielfalt sind zentrale Grundlagen für die landwirtschaftliche Produktion. Dennoch stoßen Naturschützer gerade in der Land- und Forstwirtschaft häufig auf Widerstände. Wie muss Naturschutzbildung gestaltet werden, damit landwirtschaftliche Betriebe Naturschutzmaßnahmen bereitwilliger umsetzen und die Biodiversität bestmöglich gefördert wird?

Mit dieser didaktischen Herausforderung befasst sich ein Schwerpunktbeitrag in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift B&B-Agrar (3-2018).

Prof. Dr. Lars Paschold (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien) kommt in seiner Analyse zu folgenden Ergebnissen: Die Planung und Durchführung von Naturschutzbildungsangeboten erfordert zunächst ein besseres Verständnis für die Situation landwirtschaftlicher Betriebe, Anerkennung und Wertschätzung für die landwirtschaftliche Arbeit und eine Kommunikation auf Augenhöhe, die Landwirte als kompetente Partner für den Naturschutz ernst nimmt.

Naturschutzmaßnahmen sind so zu planen, dass bei deren Umsetzung landwirtschaftliche Fertigkeiten und Kenntnisse mit einbezogen werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bei der Beratung und Fortbildung auf modellhafte Landwirtschaftsbetriebe und PraktikerInnen zurückzugreifen, die bereits kompetent neuartige und sichtbare Maßnahmen im Rahmen des Natur- und Artenschutzes umsetzen.

In der aktuellen Ausgabe von B&B Agrar (www.bub-agrar.de) werden solche Praxisbeispiele beschrieben. Sie sind auch deshalb erfolgreich, weil nicht nur die bedrohten Arten in Agrarlandschaften, sondern auch die landwirtschaftlichen Betriebe profitieren.