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Mit Stuhlarbeit zum Aha-Erlebnis

03.05.2018

Zwei sich gegenüberstehende Stühle
Foto: Stepan_KO - stock.adobe.com

Ein Rollengespräch mit sich selbst, eine Art „fliegender Platzwechsel“ zur Entdeckung unbewusster Motive beruflicher Entscheidungsprozesse – das ist die so genannte Zwei-Stuhl-Technik. Sie gilt als eine der wirksamsten Methoden im Umgang mit Ambivalenzen zwischen Veränderungswunsch und Vermeidungsverhalten. Wie aber funktioniert diese Technik?

Mit dem Einsatz der "Zwei-Stuhl-Technik", wie die Begründer der Gestalttherapie, Laura und Fritz Perls, diese Vorgehensweise genannt haben, soll der innere Dialog transparent gemacht und eine klare Trennung zwischen den Positionen herausgearbeitet werden. Der Klient wird aufgefordert, in einen laut ausgesprochenen Dialog zu treten, wie er zwischen zwei widersprüchlichen Seiten ohnehin schon in Gedanken stattfindet. Hierzu werden zwei leere Stühle aufgestellt, auf denen die ratsuchende Person abwechselnd Platz nimmt. Stuhl A steht für das Bedürfnis des Veränderungswunsches ("Ich will …"), Stuhl B für das Bedürfnis der Vermeidungsstrategie ("Ich will nicht …").

Der Begriff "Bedürfnis" weist darauf hin, dass es in dem Dialog um die Auseinandersetzung zweier Begehren geht. Innerhalb der "Zwei-Stuhl-Technik" sollen diese zwei Strebungen miteinander ins Gespräch kommen, um den inneren Konflikt für die ratsuchende Person erlebbar zu machen. Wenn der Dialog zu der Erkenntnis führt, dass beide Bedürfnisse etwas Positives für die Person anstreben, dann kann es im günstigsten Fall zu einer Integration der beiden kommen – aus einem Entweder-oder wird ein Sowohl-als-auch.

Wie die Methode im Einzelnen vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet wird und welche Rolle der Coach einnimmt, lesen Sie im Online-Spezial Mai der Fachzeitschrift B&B Agrar.