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F├╝r eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees

15.12.2016 erstellt von Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung

Jugendliche auf einer Treppe
Copyright: Michael Flippo - Fotolia.com

Heute ist das neue Web-Portal www.klischee-frei.de online gegangen. Es informiert und unterst├╝tzt bei der Berufs- und Studienwahl ohne einschr├Ąnkende Vorurteile.

Im Mittelpunkt stehen dabei allein die Interessen und F├Ąhigkeiten. Das neue Portal bietet geb├╝ndelte Informationen und praktische Hinweise f├╝r Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber und auch Eltern, um eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung aufzubauen.

"Bildung ist der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. "Wir m├╝ssen es schaffen, dass Rollenklischees endlich abgelegt werden. Darum brauchen wir eine allein an den Interessen und F├Ąhigkeiten der jungen Leute ausgerichtete Unterst├╝tzung bei der Berufs- und Studienwahl." Wanka hob hervor, dass das Bewusstwerden eigener Rollenbilder der Anfang vom Ende stereotyper Leitbilder ist. "Junge Menschen sollen die M├Âglichkeit bekommen, sich frei und offen f├╝r ihren individuellen Berufsweg entscheiden zu k├Ânnen. Ich lade daher alle ein, das neue Portal zu nutzen", sagte Wanka.

"Alle Berufe sollen M├Ądchen und Jungen offen stehen. Ein breites B├╝ndnis aus Politik, Wirtschaft, Praxis und Forschung macht sich stark f├╝r eine neuausgerichtete Berufs- und Studienwahl, in der Geschlechterklischees keine Rolle mehr spielen", sagte Bundesministerin Manuela Schwesig anl├Ąsslich des Starts des Web-Portals www.klischee-frei.de im Internetauftritt des Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung. "Die Aufteilung in M├Ąnner- und Frauenberufe mit unterschiedlicher Wertsch├Ątzung passt nicht mehr zu einer modernen Gesellschaft mit vielf├Ąltigen Potenzialen. Berufs- und Studienwahl ist individuelle Lebensplanung: Junge Frauen und M├Ąnner stellen wichtige Weichen im Hinblick auf Erwerbsbeteiligung, Partnerschaftlichkeit, Einkommen und Alterssicherung. Zur selbstbestimmten Gestaltung geh├Ârt das gesamte Berufswahlspektrum. Diese Chance wollen wir allen Jugendlichen er├Âffnen."

"In den K├Âpfen vieler jungen Menschen ist immer noch ein starkes, von der Gesellschaft gepr├Ągtes, geschlechtsspezifisches Rollenverst├Ąndnis pr├Ąsent", sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. "Vor allem, welche Berufe ein Mann oder eine Frau nicht ergreifen sollen, dar├╝ber bestehen oft noch feste Vorstellungen. Wer sich aber solchen Beschr├Ąnkungen unterwirft und diese nicht hinterfragt, l├Ąuft Gefahr, einen Beruf zu ergreifen, der nicht seinen oder ihren wahren Talenten und Interessen entspricht. Eine Klischee-gelenkte Berufswahl kann in berufliche Sackgassen f├╝hren. Das ist pers├Ânlich unbefriedigend, es ist aber auch f├╝r uns alle unbefriedigend, denn Wirtschaft und Gesellschaft brauchen junge Frauen und M├Ąnner dort, wo ihre pers├Ânlichen Talente und Neigungen liegen."

Hintergrund

Das unter dem Dach des Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit entwickelte Web-Portal ist die Kommunikationsplattform der Initiative "Nationale Kooperationen zur geschlechtergerechten Berufs- und Studienwahl", die von den drei Bundesministerien f├╝r Familie, Senioren, Frauen und Jugend, f├╝r Bildung und Forschung sowie f├╝r Arbeit und Soziales initiiert wurde. Am Aufbau haben au├čerdem das Bundesministerium f├╝r Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Bundesministerium f├╝r Wirtschaft und Energie, die Bundesagentur f├╝r Arbeit, das Ministerium f├╝r Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen, das Hessische Ministerium f├╝r Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, das Bundesinstitut f├╝r Berufsbildung, das  Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., die Fachhochschule f├╝r ├Âffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut mitgewirkt. www.klischee-frei.de wird gef├Ârdert vom Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung und Bundesministerium f├╝r Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Im Fr├╝hjahr 2017 ist die erste Fachtagung der "Nationalen Kooperationen zur geschlechtergerechten Berufs- und Studienwahl" geplant. Dabei werden die Ans├Ątze der Initiative diskutiert und die Inhalte der ├ľffentlichkeit ausf├╝hrlich vorgestellt.