Ausbildung

Abschrift der Verordnung ├╝ber die Berufsausbildung zum Pferdewirt/zur Pferdewirtin

Vom 7. Juni 2010 (BGBl. I S. 728)

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Auf Grund des ┬ž 4 Absatz 1 in Verbindung mit ┬ž 5 des Berufsbildungsgesetzes, von denen ┬ž 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) ge├Ąndert worden ist, verordnet das Bundesministerium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung:

┬ž 1
Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes

Der Ausbildungsberuf Pferdewirt/Pferdewirtin wird nach ┬ž 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.

┬ž 2
Dauer der Berufsausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

┬ž 3
Struktur der Ausbildung

Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und in die Ausbildung in einer der Fachrichtungen

  1. Pferdehaltung und Service,
  2. Pferdezucht,
  3. Klassische Reitausbildung,
  4. Pferderennen,
  5. Spezialreitweisen.

┬ž 4
Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild

(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten (berufliche Handlungsf├Ąhigkeit).
Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zul├Ąssig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.


(2) Die Berufsausbildung zum Pferdewirt/zur Pferdewirtin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A

Gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten:

  1. Tiergerechte Pferdehaltung; Pferdef├╝tterung,
  2. Tierschutz und Tiergesundheit,
  3. Ausbildung und Vorbereitung von Pferden f├╝r Zucht- und Leistungspr├╝fungen,
  4. Betriebliche Abl├Ąufe und Organisation; betriebswirtschaftliche Zusammenh├Ąnge,
  5. Dienstleistungen, Kundenorientierung, Marketing,
  6. Pferdezucht und -aufzucht,
  7. Ausr├╝stung; Einsatz von Maschinen, Ger├Ąten und Betriebseinrichtungen;

Abschnitt B

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten in der Fachrichtung Pferdehaltung und Service:

  1. Individuelle Pferdef├╝tterung; Futtergewinnung und -beschaffung,
  2. Stall- und Weidemanagement,
  3. Bewegen von Pferden im Reiten oder Fahren, Arbeiten an der Longe,
  4. Beratung von Kunden und kundenorientierte Anlagenbewirtschaftung;

Abschnitt C

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten in der Fachrichtung Pferdezucht:

  1. Zuchtmethoden, Zuchtplanung, Zuchthygiene,
  2. Pferdebeurteilung, Pferderassen,
  3. Reproduktion und Aufzucht,
  4. Vorstellung von Pferden bei Zuchtschauen und Pr├╝fungen;

Abschnitt D

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung:

  1. Funktionelle Pferdebeurteilung,
  2. Vielseitige, klassische Grundausbildung des Pferdes,
  3. Zielgruppenorientierte, klassische Ausbildung von Reitern und Reiterinnen,
  4. Vorbereitung und Vorstellung von Pferden bei Leistungspr├╝fungen;

Abschnitt E

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten in der Fachrichtung Pferderennen:

  1. Training von Rennpferden,
  2. Beurteilung des Leistungsverm├Âgens von Rennpferden,
  3. Vorbereitung und Teilnahme an Pferderennen,
  4. Gesundheit, Ern├Ąhrung und Fitness des Rennreiters und der Rennreiterin sowie des Rennfahrers und der Rennfahrerin;

die Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten nach diesem Abschnitt sind prozessbezogen in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:

  1. Rennreiten,
  2. Trabrennfahren;

dabei wird das Einsatzgebiet vom Ausbildungsbetrieb festgelegt; andere Einsatzgebiete sind zul├Ąssig, wenn in ihnen die Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten nach diesem Abschnitt vermittelt werden;

Abschnitt F

Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten in der Fachrichtung Spezialreitweisen:

  1. Beurteilung von Pferden in einer Spezialreitweise,
  2. Grunderziehung und -ausbildung von Pferden in einer Spezialreitweise,
  3. Arbeit mit Reitern und Reiterinnen in einer Spezialreitweise,
  4. Wettbewerbsvorbereitung und Einsatz in Pr├╝fungen einer Spezialreitweise;

die Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten nach diesem Abschnitt sind prozessbezogen in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:

  1. Westernreiten,
  2. Gangreiten;

dabei wird das Einsatzgebiet vom Ausbildungsbetrieb festgelegt, andere Einsatzgebiete sind zul├Ąssig, wenn in ihnen die Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten nach diesem Abschnitt vermittelt werden;

Abschnitt G

Gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten:

  1. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  2. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  4. Umweltschutz,
  5. Naturschutz, ├Âkologische Zusammenh├Ąnge, Nachhaltigkeit,
  6. Qualit├Ątssichernde Ma├čnahmen.

┬ž 5
Durchf├╝hrung der Berufsausbildung

(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Aus├╝bung einer qualifizierten beruflichen T├Ątigkeit im Sinne von ┬ž 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes bef├Ąhigt werden, die insbesondere selbstst├Ąndiges Planen, Durchf├╝hren und Kontrollieren einschlie├čt. Diese Bef├Ąhigung ist auch in Pr├╝fungen nach den ┬ž┬ž 6 bis 11 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplanes f├╝r die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben jeweils einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu f├╝hren. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis w├Ąhrend der Ausbildungszeit zu f├╝hren. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelm├Ą├čig durchzusehen.

┬ž 6
Zwischenpr├╝fung

(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpr├╝fung durchzuf├╝hren. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Die Zwischenpr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage f├╝r die ersten 18 Ausbildungsmonate aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Zwischenpr├╝fung findet in den Pr├╝fungsbereichen

  1. Pferdehaltung und -gesundheit und
  2. Pferde bewegen

statt.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pferdehaltung und -gesundheit bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferde identifizieren und beurteilen,
  • b) Gesundheits- und Ern├Ąhrungszustand von Pferden beurteilen,
  • c) Futtermittel ausw├Ąhlen, Qualit├Ąt beurteilen und F├╝tterungen durchf├╝hren,
  • d) Haltungsbedingungen beurteilen,
  • e) Pferde pflegen und versorgen und dabei Gesichtspunkte des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Arbeitsabl├Ąufe planen, durchf├╝hren, kontrollieren und die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen sowie seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren, hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren und berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt insgesamt 150 Minuten; dabei entfallen auf die Arbeitsaufgabe 60 Minuten, innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden; auf die schriftliche Bearbeitung von Aufgaben entfallen 90 Minuten.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pferde bewegen bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) mit Pferden umgehen,
  • b) Pferde ausr├╝sten,
  • c) Pferde vorstellen,
  • d) grundlegende Erziehung und Ausbildung von Pferden erl├Ąutern und dabei fachliche Regelwerke umsetzen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit sowie der Qualit├Ątssicherung beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen sowie seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

┬ž 7
Abschlusspr├╝fung in der Fachrichtung Pferdehaltung und Service

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zu Grunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, B und G aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

  1. Kundenberatung und -ausbildung,
  2. Bewegen von Pferden,
  3. Haltung und Versorgung von Pferden,
  4. Betriebsorganisation,
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Kundenberatung und -ausbildung bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Ausbildungsma├čnahmen planen, durchf├╝hren und kontrollieren,
  • b) Kunden beraten und unterst├╝tzen,
  • c) mit Kunden kommunizieren und dabei Kundenw├╝nsche ber├╝cksichtigen, betrieblichen Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Gesundheitsvorsorge bei Pferden, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 ist eines der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Umgang mit Pferden,
  • b) Grunderziehung und Bodenarbeit von Pferden,
  • c) Verladen und Transportieren von Pferden,
  • d) Gesundheitsvorsorge und Notf├Ąlle bei Pferden;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.


(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Bewegen von Pferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Pferde bewegen und dabei Regeln des Stra├čenverkehrs, Gesichtspunkte des Tierschutzes, des Umweltschutzes sowie der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit ber├╝cksichtigen kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen, wobei das Gebiet nach Buchstabe a enthalten sein muss:

  • a) Longieren von Pferden,
  • b) ausbalanciertes Reiten von Pferden in allen Gangarten mit sicherer Hilfengebung mit ├ťberwindung kleinerer Hindernisse und Anf├╝hren von Ausritten,
  • c) Fahren von Pferden in verschiedenen Gangarten mit Durchfahren von Hindernissen und Durchf├╝hrung von Ausfahrten;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 75 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Haltung und Versorgung von Pferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Pferde halten sowie diese versorgen und dabei Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Informationen beschaffen und auswerten, Arbeitszusammenh├Ąnge erkennen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit und Qualit├Ątssicherung ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Planung, Durchf├╝hrung und Beurteilung der Pferdef├╝tterung,
  • b) Beurteilung und Verbesserung von Stallhaltungssystemen und Stallklima,
  • c) Gef├Ąhrdungsbeurteilung,
  • d) Beurteilung des Gesundheitszustandes von Pferden,
  • e) Durchf├╝hrung von Sofortma├čnahmen, Erster Hilfe und Erstellung von Vorsorgepl├Ąnen f├╝r Pferde,
  • f) Beurteilung des Hufzustandes einschlie├člich des Beschlages sowie der Stellung der Extremit├Ąten;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Betriebsorganisation bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Betriebsabl├Ąufe planen und umsetzen,
  • b) Preise kalkulieren,
  • c) Verfahren zur Qualit├Ątssicherung einsetzen,
  • d) Arbeitsabl├Ąufe dokumentieren und dabei Ma├čnahmen zum Umweltschutz, zur Nachhaltigkeit, zum Tierschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur Kundenorientierung sowie berufsspezifische rechtliche Regelungen ber├╝cksichtigen kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Planung von Pferdezaunanlagen,
  • b) Bewirtschaftung von Pferdeweiden,
  • c) Bewirtschaftung von Stallanlagen,
  • d) Bedarf, Auswahl, Beschaffung und Lagerung von Futtermitteln,
  • e) Planung von Reit- und Auslaufb├Âden sowie Reitwegen,
  • f) Durchf├╝hrung von Dienstleistungen;

3. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(8) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;
  2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
  3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten.

(9) Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

  1. Pr├╝fungsbereich Kundenberatung und -ausbildung 20 Prozent,
  2. Pr├╝fungsbereich Bewegen von Pferden 20 Prozent,
  3. Pr├╝fungsbereich Haltung und Versorgung von Pferden 20 Prozent,
  4. Pr├╝fungsbereich Betriebsorganisation 30 Prozent,
  5. Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(10) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

  1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
  2. im Pr├╝fungsbereich Kundenberatung und -ausbildung mit mindestens "ausreichend",
  3. in mindestens drei der ├╝brigen Pr├╝fungsbereiche mit mindestens "ausreichend",
  4. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend" bewertet worden sind.

(11) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten.

┬ž 8
Abschlusspr├╝fung in der Fachrichtung Pferdezucht

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zu Grunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, C und G aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

  1. Durchf├╝hrung von Zuchtma├čnahmen,
  2. Haltung und Betreuung von Zuchtpferden,
  3. Vorstellen von Pferden,
  4. Planung und Organisation der Pferdezucht,
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Durchf├╝hrung von Zuchtma├čnahmen bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Zuchtma├čnahmen im Laufe eines Fortpflanzungszyklus durchf├╝hren sowie Deck- und Abfohlregister f├╝hren und dabei gesetzliche Vorgaben und fachliche Regelwerke umsetzen, Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Qualit├Ątssicherung, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit
ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine
Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 ist mindestens eines der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Abprobieren von Stuten,
  • b) Durchf├╝hrung von Reproduktionsma├čnahmen,
  • c) Vorbereitung und Begleitung von Abfohlungen,
  • d) Versorgung von Stuten und Fohlen nach der Geburt;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Haltung und Betreuung von Zuchtpferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Zuchtpferde in einem Zuchtbetrieb halten sowie diese betreuen und dabei gesetzliche Vorgaben und fachliche Regelwerke umsetzen, Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Informationen beschaffen und auswerten, Arbeitszusammenh├Ąnge erkennen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen,
Gesichtspunkte der Qualit├Ątssicherung, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąngeaufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Beurteilung von Haltungssystemen und Zusammenstellung von Pferdegruppen,
  • b) Planung und Durchf├╝hrung leistungsgerechter F├╝tterung,
  • c) Planung und Realisierung von Ma├čnahmen der Gr├╝nlandbewirtschaftung,
  • d) gesundheitliche Betreuung von Zuchtpferden entsprechend der Regelwerke,
  • e) Planung, ├ťberwachung und Erl├Ąuterung von Pferdetransporten;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Vorstellen von Pferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferde identifizieren,
  • b) Pferde auf Zuchtveranstaltungen vorbereiten,
  • c) Zuchtpferde rassespezifisch pr├Ąsentieren,
  • d) Pferde beurteilen und rangieren und dabei zuchtbezogene Regelwerke und Leistungspr├╝fungsanforderungen umsetzen, Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, Gesichtspunkte der Qualit├Ątssicherung, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Planung und Organisation der Pferdezucht bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Vererbungsvorg├Ąnge darstellen,
  • b) Zuchtziele und Zuchtkriterien erl├Ąutern,
  • c) Methoden der Pferdezucht darstellen,
  • d) Hygienema├čnahmen im Zuchtbetrieb planen und beurteilen,
  • e) Kunden z├╝chterisch beraten und unterst├╝tzen und dabei gesetzliche Vorgaben und fachliche Regelwerke umsetzen, Informationen beschaffen und auswerten, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Qualit├Ątssicherung, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit und die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge darstellen sowie L├Âsungen begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(8) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten.

(9) Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

  1. Pr├╝fungsbereich Durchf├╝hrung von Zuchtma├čnahmen 20 Prozent,
  2. Pr├╝fungsbereich Haltung und Betreuung von Zuchtpferden 20 Prozent,
  3. Pr├╝fungsbereich Vorstellen von Pferden 20 Prozent,
  4. Pr├╝fungsbereich Planung und Organisation der Pferdezucht 30 Prozent,
  5. Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(10) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
2. im Pr├╝fungsbereich Durchf├╝hrung von Zuchtma├čnahmen mit mindestens "ausreichend",
3. in mindestens drei der ├╝brigen Pr├╝fungsbereiche mit mindestens "ausreichend" und
4. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend" bewertet worden sind.

(11) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend"┬┤bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und
das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten.

┬ž 9
Abschlusspr├╝fung in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zu Grunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, D und G aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

  1. Dressurausbildung,
  2. Springausbildung,
  3. Ausbildung von Reitern und Reiterinnen,
  4. Pferdegesundheit, Reit- und Sportlehre,
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Dressurausbildung bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferde in ihrer Eignung als Reitpferd beurteilen,
  • b) Ausr├╝stung von Reitpferden beurteilen,
  • c) verschiedene Pferde dressurm├Ą├čig entsprechend der Skala der Ausbildung gymnastizieren und deren Ausbildungsstand beurteilen,
  • d) Pferde in Dressuraufgaben bis zum Schwierigkeitsgrad der beginnenden Versammlung nach den Kriterien einer Dressurreiterpr├╝fung auf Kandare vorstellen und dabei Gesichtspunkte der Gesundheitsvorsorge bei Pferden, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Springausbildung bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferde in ihrer Eignung als Springpferd beurteilen,
  • b) Ausr├╝stung von Springpferden beurteilen,
  • c) Pferde ├╝ber Spr├╝nge und Hindernisreihen nach der Skala der Ausbildung gymnastizieren und deren Ausbildungsstand beurteilen,
  • d) Pferde in Springparcours bis zum Schwierigkeitsgrad von 1,20 Meter H├Âhe nach den Kriterien einer Standardstilspringpr├╝fung vorstellen und dabei Gesichtspunkte der Gesundheitsvorsorge bei Pferden, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Ausbildung von Reitern und Reiterinnen bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) den Ausbildungsstand von Reitern und Reiterinnen analysieren sowie deren Ausbildungswege planen und korrigieren,
  • b) Reiter und Reiterinnen in dressurm├Ą├čigen Trainingseinheiten bis zum Schwierigkeitsgrad der beginnenden Versammlung unterrichten,
  • c) Reiter und Reiterinnen in springgymnastischen Trainingseinheiten bis zum Schwierigkeitsgrad von 1,20 Meter H├Âhe unterrichtenund dabei fachliche Regelwerke umsetzen, Trainingsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Qualit├Ątssicherung, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichenZusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten, innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pferdegesundheit, Reit- und Sportlehre bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferde betreuen und gesunderhalten,
  • b) Pferde, Reiter und Reiterinnen ausbilden sowie trainieren und dabei den Tierschutz, wirtschaftliche, technische und organisatorische Aspekte sowie rechtliche Vorgaben beachten kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen, wobei eines der Gebiete nach den Buchstaben a bis c sowie eines nach den Buchstaben d bis f auszuw├Ąhlen ist:

  • a) Planung und Beurteilung leistungsgerechter Haltung von Pferden,
  • b) b) Darstellung von Kriterien der Pferdef├╝tterung, Auswahl von Futtermitteln sowie Berechnung und Beurteilung leistungsgerechter Futterrationen,
  • c) Planung und Beurteilung von Ma├čnahmen zur gesundheitlichen Betreuung von Pferden,
  • d) Planung und Beurteilung der Ausbildung, des Trainings und des Einsatzes von Pferden,
  • e) Planung und Beurteilung der Ausbildung und des Trainings von Reitern und Reiterinnen unter Ber├╝cksichtigung von Bewegungs- und Trainingslehre,
  • f) Planung und Beurteilung von Wettkampfvorbereitung und Transport von Pferden;

3. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(8) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;
  2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
  3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten.

(9) Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

  1. Pr├╝fungsbereich Dressurausbildung 20 Prozent,
  2. Pr├╝fungsbereich Springausbildung 20 Prozent,
  3. Pr├╝fungsbereich Ausbildung von Reitern und Reiterinnen 20 Prozent,
  4. Pr├╝fungsbereich Pferdegesundheit, Reit- und Sportlehre 30 Prozent,
  5. Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(10) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
2. im Pr├╝fungsbereich Dressurausbildung mit mindestens "ausreichend",
3. in mindestens drei der ├╝brigen Pr├╝fungsbereiche mit mindestens "ausreichend" und
4. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend" bewertet worden sind.

(11) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und
das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten.

┬ž 10
Abschlusspr├╝fung in der Fachrichtung Pferderennen

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zu
Grunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, E und G aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

  1. Gesundheit von Rennpferden,
  2. Training von Rennpferden,
  3. Leistungsverm├Âgen von Rennpferden,
  4. Planung von Renneins├Ątzen,
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Gesundheit von Rennpferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Rennpferde halten sowie gesunderhalten und dabei fachliche Regelwerke umsetzen, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Beurteilung von Haltungsbedingungen in Trainingsst├Ąllen,
  • b) Beurteilung des Gesundheitszustandes von Pferden und Einleitung von Ma├čnahmen,
  • c) Beurteilung von Futtermitteln, Zusammenstellung leistungsgerechter Futterrationen und Durchf├╝hrung der F├╝tterung,
  • d) Beurteilung des Hufbeschlags von Rennpferden f├╝r Training und Rennen sowie Einleitung von Ma├čnahmen,
  • e) Beurteilung der Eignung von Ausr├╝stungsgegenst├Ąnden f├╝r Pferde;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt E festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten, innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.
(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Training von Rennpferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Ausr├╝stung entsprechend der Trainingsorder zusammenstellen und einsetzen,
  • b) zu trainierende Pferde entsprechend der Trainingsorder reiten oder fahren,
  • c) Trainingsverl├Ąufe und -methoden analysieren und Leistungsf├Ąhigkeit von Rennpferden beurteilen und dabei Gesichtspunkte der Gesundheitsvorsorge bei Pferden, des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, die wesentlichen fachlichenZusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt E festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;
3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Leistungsverm├Âgen von Rennpferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Pferderassen im Hinblick auf ihre Eignung f├╝r Renneins├Ątze,
  • b) die Leistungsf├Ąhigkeit von Rennpferden anhand von Pedigrees,
  • c) die Leistungsf├Ąhigkeit anhand von Trainingsverl├Ąufen und
  • d) die Leistungsf├Ąhigkeit anhand von Rennergebnissen beurteilen und dieses darstellen kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt E festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;
3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Planung von Renneins├Ątzen bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) die einschl├Ągigen Regelwerke anwenden,
  • b) Rennen f├╝r Pferde ausw├Ąhlen,
  • c) Impf- und Entwurmungspl├Ąne unter Ber├╝cksichtigung von Renneins├Ątzen aufstellen,
  • d) Startberechtigungen und Zulassung unter Zugrundelegung von Ausschreibungen pr├╝fen,
  • e) Renneins├Ątze und Transport von Pferden planen und beurteilen,
  • f) Ern├Ąhrungs- und Trainingspl├Ąne f├╝r Rennreiter und Rennreiterinnen sowie Rennfahrer und Rennfahrerinnen aufstellen und begr├╝nden sowie Ma├čnahmen zur gesunden Ern├Ąhrung und Erhaltung der k├Ârperlichen Fitness erl├Ąutern kann;

2. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(8) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;
  2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
  3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten.

(9) Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

  1. Pr├╝fungsbereich Gesundheit von Rennpferden 20 Prozent,
  2. Pr├╝fungsbereich Training von Rennpferden 20 Prozent,
  3. Pr├╝fungsbereich Leistungsverm├Âgen von Rennpferden 20 Prozent,
  4. Pr├╝fungsbereich Planung von Renneins├Ątzen 30 Prozent,
  5. Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(10) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
2. im Pr├╝fungsbereich Training von Rennpferden mit mindestens "ausreichend",
3. in mindestens drei der ├╝brigen Pr├╝fungsbereiche mit mindestens "ausreichend" und
4. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend" bewertet worden sind.

(11) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten.

┬ž 11
Abschlusspr├╝fung in der Fachrichtung Spezialreitweisen

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen
Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zu Grunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage in den Abschnitten A, F und G aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.


(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

  1. Pferdehaltung und -gesundheit,
  2. Ausbildung von Pferden,
  3. Ausbildung und Beratung von Reitern und Reiterinnen,
  4. Planung und Organisation,
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pferdehaltung und -gesundheit bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Pferde halten, diese gesunderhalten und dabei Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Informationen beschaffen und auswerten, Arbeitszusammenh├Ąnge erkennen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit und Qualit├Ątssicherung ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind h├Âchstens zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen:

  • a) Beurteilung von Pferdehaltungen,
  • b) Beurteilung des Gesundheitszustandes von Pferden,
  • c) Beurteilung von Futtermitteln, Zusammenstellung leistungsgerechter Futterrationen und Durchf├╝hrung von F├╝tterungen,
  • d) Planung und Vorbereitung von Pferdetransporten und Verladen von Pferden;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt F festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Ausbildung von Pferden bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) spezielle Ausr├╝stung und Hilfsmittel ausw├Ąhlen und einsetzen,
  • b) verschiedene Pferde gymnastizieren und ausbilden,
  • c) Eignung von verschiedenen Pferden beurteilen, Ausbildungsstand und Trainingsm├Âglichkeiten vorstellen,
  • d) Pferde an der Hand und in Kerndisziplinen unter dem Sattel arbeiten sowie taktrein, losgelassen, an den Hilfen und in Balance vorstellen und dabei fachliche Regelwerke umsetzen, Arbeitsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Informationen beschaffen und auswerten, Arbeitszusammenh├Ąnge erkennen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Gesundheit von Pferden, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten sowie Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit und Qualit├Ątssicherung ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt F festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Ausbildung und Beratung von Reitern und Reiterinnen bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er

  • a) Reiter und Reiterinnen bei der Auswahl und Ausr├╝stung von Pferden beraten,
  • b) den Ausbildungsstand von Reitern und Reiterinnen analysieren und Ausbildungswege planen,
  • c) Reiter und Reiterinnen unterrichten und dabei fachliche Regelwerke umsetzen, Trainingsmittel und -abl├Ąufe festlegen, Arbeiten kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Gesundheit von Pferden, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit beachten, Ma├čnahmen zur Wirtschaftlichkeit und Qualit├Ątssicherung ergreifen, die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge aufzeigen sowie seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt F festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 15 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Planung und Organisation bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Pferde halten und gesunderhalten sowie Pferde, Reiter und Reiterinnen ausbilden und trainieren und dabei fachliche Regelwerke umsetzen, Arbeiten planen, kontrollieren und dokumentieren, betriebliche Rahmenbedingungen, Gesichtspunkte der Gesundheit von Pferden, der Nachhaltigkeit und des Tierschutzes, der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit sowie der Wirtschaftlichkeit und der Qualit├Ątssicherung beachten und die wesentlichen fachlichen Zusammenh├Ąnge darstellen und L├Âsungen begr├╝nden kann;

2. f├╝r den Nachweis nach Nummer 1 sind zwei der folgenden Gebiete auszuw├Ąhlen, wobei ein Gebiet aus den Buchstaben a oder b und ein Gebiet aus den Buchstaben c bis e auszuw├Ąhlen ist:

  • a) Planung und Bewertung leistungsgerechter Haltung von Pferden,
  • b) Darstellung von Kriterien der Pferdef├╝tterung, Auswahl von Futtermitteln sowie Berechnung und Bewertung leistungsgerechter Futterrationen,
  • c) Planung und Erl├Ąuterung der Ausbildung, des Trainings, des Einsatzes und Transportes von Pferden,
  • d) Planung und Erl├Ąuterung der Ausbildung und des Trainings von Reitern und Reiterinnen unter Ber├╝cksichtigung von Bewegungs- und Trainingslehre,
  • e) Planung und Organisation von Veranstaltungen und Lehrg├Ąngen;

3. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten; bei der Aufgabenstellung ist das nach ┬ž 4 Absatz 2 Abschnitt F festgelegte Einsatzgebiet zu Grunde zu legen;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(8) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;
  2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
  3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 45 Minuten.


(9) Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

  1. Pr├╝fungsbereich Pferdehaltung und -gesundheit 20 Prozent,
  2. Pr├╝fungsbereich Ausbildung von Pferden 20 Prozent,
  3. Pr├╝fungsbereich Ausbildung und Beratung von Reitern und Reiterinnen 20 Prozent,
  4. Pr├╝fungsbereich Planung und Organisation 30 Prozent,
  5. Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

(10) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

  1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
  2. im Pr├╝fungsbereich Ausbildung von Pferden mit mindestens "ausreichend",
  3. in mindestens drei der ├╝brigen Pr├╝fungsbereiche mit mindestens "ausreichend" und
  4. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend" bewertet worden sind.

(11) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten.

┬ž 12
Bestehende Berufsausbildungsverh├Ąltnisse

Berufsausbildungsverh├Ąltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, k├Ânnen unter Anrechnung der bisher zur├╝ckgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.

┬ž 13
Inkrafttreten, Au├čerkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. August 2010 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung ├╝ber die Berufsausbildung zum Pferdewirt vom 1. November 1975 (BGBl. I S. 2719), die durch Artikel 1 Nummer 7 der Verordnung vom 20. Juli 1979 (BGBl. I S. 1145) ge├Ąndert worden ist, au├čer Kraft.

Die Bundesministerin f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fu├čnote

Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des ┬ž 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte von der St├Ąndigen Konferenz der Kultusminister der L├Ąnder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan f├╝r die Berufsschule werden demn├Ąchst als Beilage im Bundesanzeiger ver├Âffentlicht.