Ausbildung

Abschrift der Verordnung ├╝ber die Berufsausbildung zur Fachkraft Agrarservice

Vom 23. Juli 2009 (BGBl. I S. 2157),
(zuletzt ge├Ąndert durch die Verordnung vom 6. Mai 2013 (BGBl. I S. 1250))

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Auf Grund des ┬ž 4 Absatz 1 in Verbindung mit ┬ž 5 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. M├Ąrz 2005 (BGBl. I S. 931), von denen ┬ž 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) ge├Ąndert worden ist, verordnet das Bundesministerium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung:

┬ž 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes

Der Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice wird nach ┬ž 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.

┬ž 2 Dauer der Berufsausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

┬ž 3 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild

(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten (berufliche Handlungsf├Ąhigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zul├Ąssig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.

(2) Die Berufsausbildung gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten:

1. Betriebliche Abl├Ąufe und Organisation,
2. Wirtschaftliche Zusammenh├Ąnge,
3. Bedienen und F├╝hren landwirtschaftlicher Maschinen,
4. Pflegen, Warten und Instandhalten von Agrartechnik,
5. Pflanzenproduktion,
5.1 Bodenbearbeitung,
5.2 Bestellen und Pflegen von Kulturen,
5.3 Ernten, Lagern und Konservieren pflanzlicher Produkte;
6. Kommunikation und Information,
7. Dienstleistungen und Kundenorientierung,
8. Qualit├Ątssichernde Ma├čnahmen;

Abschnitt B
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten:

1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
4. Umweltschutz,
5. Naturschutz, ├Âkologische Zusammenh├Ąnge; Nachhaltigkeit.

(3) Zur Sicherstellung einer ausreichenden Breite und Tiefe der nach Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5 zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten m├╝ssen diese mindestens an drei der folgenden Kulturen:

1. Halmfrucht,
2. Hackfrucht,
3. Gr├╝nland,
4. Futterpflanzen,
5. ├ľlfr├╝chte,
6. Sonderkulturen

vermittelt werden. Die f├╝r die Ausbildung wesentlichen Kulturen werden vom Ausbildungsbetrieb festgelegt. Andere Kulturen sind zul├Ąssig, wenn an ihnen die Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten nach Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5 in gleicher Breite und Tiefe vermittelt werden k├Ânnen.

┬ž 4 Durchf├╝hrung der Berufsausbildung

(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Aus├╝bung einer qualifizierten beruflichen T├Ątigkeit im Sinne von ┬ž 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes bef├Ąhigt werden, die insbesondere selbstst├Ąndiges Planen, Durchf├╝hren und Kontrollieren einschlie├čt. Diese Bef├Ąhigung ist auch in den Pr├╝fungen nach den ┬ž┬ž 5 und 6 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplanes f├╝r die Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu f├╝hren. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, diesen w├Ąhrend der Ausbildungszeit zu f├╝hren. Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelm├Ą├čig durchzusehen.

┬ž 5 Zwischenpr├╝fung

(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenpr├╝fung durchzuf├╝hren. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Die Zwischenpr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage f├╝r die ersten 18 Monate aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Zwischenpr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

1. Pflanzenbau und Agrartechnik,
2. Arbeitsorganisation.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pflanzenbau und Agrartechnik bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Arbeiten des Pflanzenbaus durchf├╝hren, die hierf├╝r erforderliche Agrartechnik kombinieren, einsatzbereit machen, einsetzen sowie warten kann und dabei Ma├čnahmen zur Arbeitsorganisation, zum Umweltschutz, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zur Wirtschaftlichkeit ber├╝cksichtigt und seine Vorgehensweise begr├╝nden kann;

2. hierf├╝r sind aus folgenden T├Ątigkeiten mindestens zwei auszuw├Ąhlen, wobei jeweils mindestens eine T├Ątigkeit der Buchstaben a bis d und mindestens eine T├Ątigkeit der Buchstaben e bis f enthalten sein m├╝ssen:

a) Bodenbearbeitungsma├čnahmen durchf├╝hren,
b) Saatgut ausbringen,
c) Pflanzenbest├Ąnde beurteilen und pflegen,
d) Erntema├čnahmen durchf├╝hren,
e) Arbeitsmaschinen nach Arbeitsauftrag zusammenstellen,
f) Betriebsbereitschaft und Verkehrssicherheit von Maschinen und Ger├Ąten herstellen,
g) Werkzeuge und Werkstoffe einsetzen;

3. der Pr├╝fling soll zwei Arbeitsproben entsprechend des Vegetationsverlaufs durchf├╝hren und zu jeder ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt insgesamt drei Stunden; innerhalb dieser Zeit sollen die Fachgespr├Ąche in h├Âchstens 30 Minuten durchgef├╝hrt werden.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Arbeitsorganisation bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er:

a) berufsbezogene gesetzliche Bestimmungen und Normen anwenden,
b) arbeitsvorbereitende Ma├čnahmen und Arbeitsschritte im Pflanzenbau planen,
c) Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit beachten,
d) Ma├čnahmen f├╝r Natur- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit bei der T├Ątigkeit ber├╝cksichtigen,
e) technische und gesetzliche Normen zur Betriebs- und Verkehrssicherheit landwirtschaftlicher Maschinen und Ger├Ąte beherrschen,
f) Auftragsannahme und -bearbeitung erl├Ąutern und
g) Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung darstellen kann;

2. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

┬ž 6 Abschlusspr├╝fung

(1) Durch die Abschlusspr├╝fung ist festzustellen, ob der Pr├╝fling die berufliche Handlungsf├Ąhigkeit erworben hat. In der Abschlusspr├╝fung soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er die daf├╝r erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und F├Ąhigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, f├╝r die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlusspr├╝fung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgef├╝hrten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er f├╝r die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlusspr├╝fung besteht aus den Pr├╝fungsbereichen:

1. Pflanzenbau,
2. Agrartechnik,
3. Dienstleistung, Kommunikation und Information,
4. Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Pflanzenbau bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er pflanzenbauliche Arbeiten im Vegetationsverlauf unter Ber├╝cksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit durchf├╝hren und dabei Ma├čnahmen der Ablaufplanung und Betriebsorganisation, zur Qualit├Ątssicherung, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur Kundenorientierung umsetzen, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit beachten sowie die jeweiligen produkt- und verfahrensspezifischen fachlichen Hintergr├╝nde aufzeigen kann;

2. hierf├╝r sind aus folgenden T├Ątigkeiten mindestens drei auszuw├Ąhlen:

a) Boden bearbeiten,
b) Kulturen bestellen,
c) Kulturen pflegen und d├╝ngen,
d) Pflanzenschutz durchf├╝hren,
e) Pflanzen ernten,
f) Erntegut lagern und konservieren,
g) Landschaft pflegen;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe entsprechend des Vegetationsverlaufs durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren; bei der Aufgabenstellung sind die nach ┬ž 3 Absatz 3 festgelegten Kulturen zu ber├╝cksichtigen;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt insgesamt zwei Stunden, innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 30 Minuten durchgef├╝hrt werden;

5. dar├╝ber hinaus soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er pflanzenbauliche Arbeiten unter Ber├╝cksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit planen und bewerten, Ma├čnahmen der Ablaufplanung und Betriebsorganisation entwickeln, Arbeitsabl├Ąufe kunden- und zielorientiert unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, rechtlicher und organisatorischer Vorgaben gestalten, Ma├čnahmen zur Qualit├Ątssicherung, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur Kundenorientierung konzipieren sowie die jeweiligen produkt- und verfahrensspezifischen fachlichen Hintergr├╝nde aufzeigen kann;

6. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben zu den unter Nummer 5 dargestellten Anforderungen schriftlich bearbeiten;

7. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 90 Minuten;

8. bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r den Pr├╝fungsbereich sind die Leistung der Arbeitsaufgabe einschlie├člich des auftragsbezogenen Fachgespr├Ąchs und die Leistung der schriftlichen Aufgabenbearbeitung im Verh├Ąltnis 2:1 zu gewichten.

(5) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Agrartechnik bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er Agrartechnik einsetzen, pflegen, warten sowie instand halten und dabei Ma├čnahmen der Ablaufplanung und Betriebsorganisation durchf├╝hren, Gesichtspunkte zur Werterhaltung und Qualit├Ątssicherung, zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zur Sicherheit, zur Wirtschaftlichkeit und zur Verkehrs- und Betriebssicherheit beachten, Stra├čenverkehrsordnung und Stra├čenverkehrs-Zulassungs-Ordnung berufsbezogen anwenden sowie die jeweiligen spezifischen fachlichen Hintergr├╝nde aufzeigen kann;

2. hierf├╝r sind aus folgenden T├Ątigkeiten mindestens drei auszuw├Ąhlen, wobei die T├Ątigkeit nach Buchstabe d in der Auswahl enthalten sein muss:

a) Verkehrssicherheit und Betriebsbereitschaft landwirtschaftlicher Maschinen herstellen,
b) Pflege- und Wartungsarbeiten durchf├╝hren,
c) Instandhaltungsarbeiten ausf├╝hren,
d) landwirtschaftliche Zug- und Arbeitsmaschinen bis zu den Grenzen der F├╝hrerscheinklasse T im ├Âffentlichen Stra├čenverkehr f├╝hren,
e) Zug- und Arbeitsmaschinen sowie Ger├Ąte nach Verwendungszweck zusammenstellen;

3. der Pr├╝fling soll eine Arbeitsaufgabe durchf├╝hren und hier├╝ber ein auftragsbezogenes Fachgespr├Ąch f├╝hren;

4. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt insgesamt zwei Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespr├Ąch in h├Âchstens 30 Minuten durchgef├╝hrt werden;

5. dar├╝ber hinaus soll der Pr├╝fling nachweisen, dass er Ma├čnahmen der Ablaufplanung und Betriebsorganisation bei Einsatz, Wartung, Pflege und Instandhaltung der Agrartechnik planen und bewerten, dabei Gesichtspunkte zur Werterhaltung und Qualit├Ątssicherung, zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zur Sicherheit, zur Wirtschaftlichkeit und zur Verkehrs- und Betriebssicherheit beachten, berufsspezifische rechtliche Regelungen ber├╝cksichtigen, Funktionsweisen von Bauteilen und Baugruppen darstellen sowie die jeweiligen spezifischen fachlichen Hintergr├╝nde aufzeigen kann;

6. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben zu den unter Nummer 5 dargestellten Anforderungen schriftlich bearbeiten;

7. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 90 Minuten;

8. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r den Pr├╝fungsbereich sind die Leistung der Arbeitsaufgabe einschlie├člich des auftragsbezogenen Fachgespr├Ąchs und die Leistung der schriftlichen Aufgabenbearbeitung im Verh├Ąltnis 2:1 zu gewichten.

(6) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Dienstleistung, Kommunikation und Information bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er:
a) Kundenanfragen annehmen und Auftr├Ąge bearbeiten,
b) Kunden beraten und Angebote erl├Ąutern,
c) Reklamationen bearbeiten und
d) Konzepte f├╝r Dienstleistungsangebote darstellen kann;

2. der Pr├╝fling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 120 Minuten.

(7) F├╝r den Pr├╝fungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

1. Der Pr├╝fling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

2. der Pr├╝fling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3. die Pr├╝fungszeit betr├Ągt 60 Minuten.

(8) F├╝r die Ermittlung des Gesamtergebnisses sind die Ergebnisse der Pr├╝fungsbereiche zu einer Note zusammenzufassen. Die einzelnen Pr├╝fungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1. Pflanzenbau: 35 Prozent,
2. Agrartechnik: 35 Prozent,
3. Dienstleistung, Kommunikation und Information: 20 Prozent,
4. Wirtschafts- und Sozialkunde: 10 Prozent.

(9) Die Abschlusspr├╝fung ist bestanden, wenn die Leistungen

1. im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
2. in mindestens drei Pr├╝fungsbereichen mit mindestens "ausreichend",
3. in keinem Pr├╝fungsbereich mit "ungen├╝gend"

bewertet worden sind.

(10) Auf Antrag des Pr├╝flings ist die Pr├╝fung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Pr├╝fungsbereiche, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine m├╝ndliche Pr├╝fung von etwa 15 Minuten zu erg├Ąnzen, wenn dies f├╝r das Bestehen der Pr├╝fung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses f├╝r diesen Pr├╝fungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der m├╝ndlichen Erg├Ąnzungspr├╝fung im Verh├Ąltnis von 2:1 zu gewichten. In Teilbereichen von Pr├╝fungsbereichen, in denen Pr├╝fungsleistungen mit eigenen Anforderungen und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, gelten die S├Ątze 1 und 2 entsprechend.

┬ž 7 Bestehende Berufsausbildungsverh├Ąltnisse

Berufsausbildungsverh├Ąltnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, k├Ânnen unter Anrechnung der bisher zur├╝ckgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren.

┬ž 8 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. August 2009 in Kraft.

Bonn, den 23. Juli 2009

Die Bundesministerin f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fu├čnote

Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des ┬ž 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der St├Ąndigen Konferenz der Kultusminister der L├Ąnder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene, Rahmenlehrplan f├╝r die Berufsschule werden als Beilage zum Bundesanzeiger ver├Âffentlicht.