Ausbildung

Abschrift der Verordnung ├╝ber die Eignung der Ausbildungsst├Ątte f├╝r die Berufsausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin

Vom 31. Januar 1995 (BGBl. I S. 179)

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Auf Grund des ┬ž 82 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt durch Artikel 5 Nr. 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2256) ge├Ąndert worden ist, in Verbindung mit Artikel 56 des Zust├Ąndigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. M├Ąrz 1975 (BGBl. I S. 705) und dem Organisationserla├č vom 17. November 1994 (BGBl. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Forsten im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f├╝r Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie nach Anh├Ârung des St├Ąndigen Ausschusses des Bundesinstituts f├╝r Berufsbildung:

 

┬ž 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

(1) Die Ausbildungsst├Ątte mu├č ein landwirtschaftlicher Betrieb sein, der nach seiner Einrichtung, seinem Bewirtschaftungszustand und dem Umfang der einzelnen Betriebszweige die Voraussetzungen daf├╝r bietet, da├č dem Auszubildenden die in der Verordnung ├╝ber die Berufsausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin vom 31. Januar 1995 (BGBl. I S. 168) geforderten Fertigkeiten, Kenntnisse und F├Ąhigkeiten vermittelt werden k├Ânnen. Eine kontinuierliche Anleitung mu├č gew├Ąhrleistet sein.

(2) Die Ausbildungsst├Ątte mu├č nach betriebswirtschaftlichen Grunds├Ątzen bewirtschaftet werden. Die Wirtschaftsergebnisse m├╝ssen buchf├╝hrungsgem├Ą├č erfa├čt sein. Die Geb├Ąude, baulichen Anlagen und technischen Ausstattungen m├╝ssen den im Hinblick auf die gew├Ąhlten Betriebszweige zu stellenden Anforderungen entsprechen.

(3) Die Produktionseinrichtungen des Innen- und Au├čenbereichs m├╝ssen in ordnungsgem├Ą├čem Zustand sein. Dabei mu├č gew├Ąhrleistet sein, da├č die erforderlichen Betriebsmittel, insbesondere die Ger├Ąte und Maschinen, f├╝r die Ausbildung zur Verf├╝gung stehen. Ferner m├╝ssen die technischen Einrichtungen zu deren Wartung, Pflege und einfachen Instandsetzung vorhanden und in ordnungsgem├Ą├čem Zustand sein.

(4) Ausbildende haben einen Abdruck der Verordnung ├╝ber die Berufsausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin und die Pr├╝fungsordnung an geeigneter Stelle im Betrieb zur Einsicht auszulegen oder auszuh├Ąndigen. Dem Auszubildenden soll f├╝r die betriebliche Ausbildung f├Ârderliche Fachliteratur zur Verf├╝gung stehen. Soweit tarifvertragliche Regelungen f├╝r den Ausbildungsbetrieb gelten, sind diese im Betrieb zur Einsicht auszulegen.

(5) Die Ausbildungsst├Ątte mu├č Gew├Ąhr daf├╝r bieten, da├č die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes, die Unfallverh├╝tungsvorschriften und sonstige Vorschriften zum Schutze des Auszubildenden eingehalten werden k├Ânnen. Hat der Ausbildende einen Auszubildenden in die h├Ąusliche Gemeinschaft aufgenommen, so mu├č er ihm eine Unterkunft zur Verf├╝gung stellen, die zeitgem├Ą├č beschaffen und ausgestattet ist.

(6) Ein Betrieb ist als Ausbildungsst├Ątte ungeeignet, wenn ├╝ber das Verm├Âgen des Inhabers ein Konkurs- oder Vergleichsverfahren er├Âffnet ist.

┬ž 2 Mindestanforderung an die Gr├Â├če

Die Ausbildungsst├Ątte soll ein hauptberuflich bewirtschafteter Betrieb sein und mindestens das Vierfache der Mindestgr├Â├če nach ┬ž 1 Abs. 2 des Gesetzes ├╝ber die Alterssicherung der Landwirte vom 29. Juli 1994 (BGBl. I S. 1890, 1891) erreichen.

┬ž 3 Ausnahmeregelungen

Eine Ausbildungsst├Ątte, die den Anforderungen dieser Verordnung nicht in vollem Umfang entspricht, kann f├╝r die Ausbildung anerkannt werden, wenn sichergestellt ist, da├č eine erforderliche Ausbildungsma├čnahme au├čerhalb der Ausbildungsst├Ątte oder in einer anderen anerkannten Ausbildungsst├Ątte durchgef├╝hrt werden kann.

┬ž 4 Inkrafttreten, Au├čerkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verk├╝ndung in Kraft.<//span>