Wissen und Innovation sind entscheidend dafür, dass Landwirtinnen und Landwirte sowie ländliche Räume die derzeitigen und künftigen Herausforderungen bewältigen können. Wie kann der Wissenstransfer durch Bildung, Beratung und Forschung bestmöglich organisiert werden? Darum ging es bei der zweiten bundesweiten AKIS-Tagung am 9.-10.9.2026 am Zentrum für Tierhaltung und Technik (ZTT) in Iden. Auch das Bundeszentrum Landwirtschaft (BZL) war vor Ort, um Workshops zu innovativen Lernformaten in überbetrieblichen Ausbildungsstätten anzubieten.

Dort, wo Wissen zusammenkommt und in die Praxis übertragen wird, können innovative Lösungen umgesetzt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜA). Das Bundeszentrum Landwirtschaft (BZL) vermittelte, wie Wissen aus Praxis, Forschung, Beratung, Verwaltung und Bildung an den ÜA zusammengeführt, übersetzt und in berufliche Handlungskompetenz überführt wird. ÜA sind zentrale Einrichtungen der beruflichen Bildung in Deutschland und dienen als „dritter Lernort” neben Betrieb und Berufsschule.

Die Teilnehmenden entwickelten unter Leitung von BZL-Referentin Andrea Hornfischer ein innovatives Lernformat, mit dem Wissen so vermittelt werden kann, dass Innovationen tatsächlich in der landwirtschaftlichen Praxis ankommen und zugleich in die überbetriebliche Ausbildung integriert werden können. Auf Basis eines Forschungsprojekts des Bildungs- und Wissenszentrums Boxberg (Landesanstalt für Schweinezucht) sowie von Haus Düsse (Landwirtschaftskammer NRW) erarbeiteten sie ein immersives Lernformat, mit dem Auszubildende die Besamung einer Sau am 3D-Modell und mit einer VR-Brille trainieren können. Zudem konnten die VR-Brillen, die auf Haus Düsse der Landwirtschaftskammer NRW, zur Ausbildung eingesetzt werden, getestet werden.

Der AKIS-Workshop bot Raum für Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Bildung, Beratung, Forschung und Praxis, um den Wissenstransfer in die Breite zu stärken und gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren. Es gilt, gemeinsam das Agrarische Wissens- und Innovationsystem (Agricultural Knowledge and Innovation System=AKIS), auch im Rahmen der GAP, für die nächsten Jahre gut aufzustellen. Denn auch in der neuen Förderperiode soll AKIS mit den dazugehörigen Interventionen wie beispielsweise Beratungsförderung und EIP-Agri <https://www.dvs-gap-netzwerk.de/agrar-umwelt/eip-agri/>  fortgeführt werden.

Weitere Infos unter: https://www.dvs-gap-netzwerk.de/service/unsere-veranstaltungen/vergangene-veranstaltungen/2026/wie-wird-wissen-wirksam/