
Überraschendes Learning: Landwirtschaft ist Hightech
„KI und Digitalisierung habe ich bisher nur mit IT-Berufen verbunden. Ich wusste gar nicht, dass Landwirtschaft so digital ist!“ – dieses Feedback kam von vielen Teilnehmenden. Hornfischer zeigte anschaulich, wie HighTech und moderne Informations- und Kommunikationstechnologien bereits heute die Arbeit auf dem Feld prägen:
- autonom fahrende oder per Satellit gesteuerte Landwirtschaftsmaschinen
- präzise Düngung und Pflanzenschutz durch intelligente Spritzdüsentechnik und satellitengestützte Bodenanalysen
- sensorbasierte Erfassung von Pflanzenzuständen
- automatische Steuerung von Bewässerungssystemen
- Einsatz von Robotik für ressourcenschonende Pflanzenproduktion
Besonders beeindruckend waren die vorgestellten Forschungsprojekte wie DynaMoBot und PhenoRob (Universität Bonn / Forschungszentrum Jülich). Sie zeigen, wie Robotik, KI und Phänotypisierung zusammenwirken und ein punktgenaues Unkrautmanagement ermöglichen – ein Paradebeispiel für angewandte MINT-Innovation im Agrarbereich.
Wo die MINT-Fächer anknüpfen
Die zentrale Frage des Vortrags lautete daher: Wie lässt sich das Thema „KI und Digitalisierung in der Landwirtschaft“ in der MINT-Bildung verankern? Die Antwort: Es gibt zahlreiche Anknüpfungspunkte beispielsweise beim Fach Biologie – Düsentechnik oder intelligente Bewässerung zahlen auf die Aspekte Umweltwirkung, Biodiversität fördern oder Umweltschutz ein, so Hornfischer. Im Fach Technik können beispielsweise Themen wie IT, GPS, precision farming und Bewässerungssysteme angebunden werden. Damit wurde klar: Die Landwirtschaft ist ein ideales Praxisfeld, um MINT für junge Menschen greifbar zu machen – und gleichzeitig wichtige Zukunftsberufe vorzustellen. Landwirtschaft ist längst ein MINT-Innovationsfeld. Wer junge Menschen für Technik, Naturwissenschaften und nachhaltiges Arbeiten begeistern möchte, findet hier eines der spannendsten Zukunftsfelder überhaupt.
Ziel erreicht: Verständnis erweitern – Berufsbilder öffnen
Der Online-Vortrag verfolgte ein klares Ziel: Berufsberaterinnen und Berufsberatern ein realistisches, modernes Bild der Grünen Berufe zu vermitteln und MINT-Bezüge sichtbar zu machen. Das Ergebnis: Viele Teilnehmende nahmen neue Einsichten, einen erweiterten Blick auf landwirtschaftliche Technologien und frische Ideen für die Berufsorientierung in ihren Regionen aus dem Vortrag mit. Wer selbst tiefer einsteigen möchte, findet umfassende Informationen zu allen 14 Grünen Berufen unter dem Bildungsportal des BZL im Bereich „Bildung“.
Ausblick: Digitaler Elternabend 2026
Schon jetzt vormerken: Am 2. März 2026 um 19:00 Uhr findet ein digitaler Elternabend statt, veranstaltet von der Bundesagentur und dem BZL. Unter dem Motto “Ich will in der Natur arbeiten - die 14 Grünen Berufe” stellen das BZL, der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und die Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrer Verband (DRFV) die Berufe Landwirt, Pferdewirt, Pflanzentechnologe und Gärtner vor. Weitere Infos gibt es unter: https://www.arbeitsagentur.de/k/digitale-elternabende.



