Seminare

Logo Gbk

Links zu aktuellen Berichten

Adressen in den Bundesländern

Arbeitsmarkt

Zahlen für August 2010

Arbeitslosenzahl: 3.188.000

- im Vergleich zum Vormonat:
-4.000

- im Vorjahresvergleich:
-283.000

Arbeitslosenquote: 7,6 Prozent

Stellenangebote: 396.000

Erwerbstätige: 40,35 Millionen

Der Bildungsserver Agrar im Internet

In der Wissensgesellschaft von heute sind richtige Qualifikation und deren Stabilität die wichtigsten Voraussetzungen für individuelle Arbeits- und Zukunftschancen. Um dies zu erreichen, sind vielfältige Informationen über die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland notwendig. Das Internet bietet sich hier als Aufklärungsmedium an. Für den Agrarbereich hat die Zentralstelle für Agrardokumentation und –information (ZADI) (heute integriert in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - BLE) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und in Zusammenarbeit mit dem aid infodienst, den Ländern und Verbänden des Agrarsektors den „Bildungsserver Agrar“ aufgebaut: www.bildungsserveragrar.de

Der Bildungsserver Agrar wurde Mitte Januar 2007 im Internet freigegeben. In die konzeptionellen Abstimmungen des Internetportals waren neben dem Deutschen Bauernverband (DBV) der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) eingebunden. Ziel ist es, die bundesweite Transparenz der bislang mehr oder weniger zersplitterten Informationen zur Agrarbildung für alle Beteiligten, die sich mit der beruflichen Bildung im Agrarbereich befassen, zu erhöhen. Der Bildungsserver Agrar bündelt die vielfältigen Informationen zur agrarischen Berufsbildung und anderen bildungsrelevanten Themenbereichen.

Die Rubriken im Überblick

Im Folgenden werden die einzelnen Rubriken im Bildungsserver Agrar näher beschrieben.

Nachrichten

Die Portalbetreiber legen großen Wert auf aktuelle Nachrichten, in denen Besonderheiten und Neuerungen bei den 14 grünen Berufen beschrieben, Hinweise auf neue Weiterbildungsmaßnahmen und Studiengänge sowie Hintergrundinformationen zur agrarischen Bildung gegeben werden. Durch Klick auf die angegebenen Kategorien können dem Nutzer alle Nachrichten zu einem Bereich des Bildungsservers Agrar zusammengestellt werden.

Die Meldungen auf der Homepage und in der Rubrik „Nachrichten“ (mit Archivfunktion) erstellen die Partner des Portals. Neben diesen Nachrichten werden in Online-Presseportalen erschiene Artikel zusammengestellt.

Statistik

Im Bereich Statistik werden Informationen zur Ausbildungsstatistik sowie zur Fach- und Hochschulstatistik angeboten.

Bildungspolitik

Immer wieder werden in der Bildungspolitik neue Themen diskutiert, die auch für die Agrarbildung von Bedeutung sind. Diese werden hier aufgegriffen und erläutert. Zurzeit sind dies der Europäische Qualifizierungsrahmen (EQF) und der Ausbildungs- und Hochschulpakt. Auch das Thema E-Learning spielt seit einigen Jahren eine Rolle und wird immer weiter diskutiert. Darüber hinaus finden die Nutzer in dieser Rubrik des Portals auch die statistischen Informationen zur Bildung im Agrarbereich.

Ausbildung

Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im laufenden Ausbildungsjahr 2006/2007 in den „Grünen Berufen" bundesweit um 7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu anderen Berufs- und Wirtschaftszweigen verzeichnete der Agrarbereich damit den höchsten Zuwachs. Erfreulich ist dabei, dass das Ausbildungsplatzangebot immer noch die Nachfrage übertrifft.

Das BMELV und die BLE möchten mit dem Bildungsserver Agrar diese positive Entwicklung unterstützen. Nur durch Spaß, Engagement, Motivation und vor allem die notwendigen Informationen können Auszubildende die von Unternehmen und Betrieben geforderte Qualifikation erreichen. So werden im Portal alle 14 grünen Berufe und weitere dem Agrarbereich nahe liegende Berufe (z. B. Tierpfleger, Florist, Bäcker, Landmaschinenmechaniker) ausführlich vorgestellt. Dabei wird auf vorhandene Informationen aus der Broschüre „Die Grünen 14“ des aid infodienstes zurückgegriffen. Verwiesen wird auch auf die zuständigen Stellen und die Besonderheiten der Ausbildung in den einzelnen Ländern.

Für alle, die eine Ausbildungsstelle suchen, sind unter dieser Rubrik auch Stellenbörsen und anerkannte Ausbildungsbetriebe genannt. Eine Datenbank mit Adressen von allen Berufsschulen in Deutschland befindet sich noch im Aufbau.

Eine gute Ausbildung erfordert auch qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder. Auch ihnen bietet der Bildungsserver Agrar Informationen. Sie basieren auf Artikeln, die in verschiedenen Ausgaben von B&B Agrar erschienen sind. An dieser Stelle werden die Ausbilder auch auf die Leittexte, die der aid kostenlos als pdf-Dateien im Internet anbietet, verwiesen.

Weiterbildung

Früher war es einfach: Nach der Schule begann die Lehr- oder Studienzeit, womit man einen Berufsabschluss erhielt und anschließend einen Job fürs Leben. In der heutigen Zeit vervielfacht sich das Wissen in kurzer Zeit und damit ist eine ständige Weiterbildung notwendig. Im Bildungsserver Agrar können sich die Nutzer über die berufliche Weiterbildung an Fachschulen und in Unternehmen informieren. Aufgezeigt werden die Wege zum Meister, zum staatlich geprüften Techniker und Wirtschafter sowie geprüfte Fachagrarwirte bis hin zum Agrarjournalisten.

Gefragt sind aber auch Schlüsselqualifikationen wie Initiative und Lernbereitschaft oder Team- und Konfliktfähigkeit. Diese Weiterbildungsmaßnahmen werden zusammen mit berufsbezogenen Seminaren über den „Grünen Bildungskatalog“ angeboten. Er ist Teil des Bildungsservers, aber auch über die Adresse www.gruenerbildungskatalog.de direkt zu erreichen. Die Maßnahmen können über

  • Stichwortsuche,
  • Veranstalter,
  • Fachgebiete sowie
  • Bundesländer

selektiert werden.

Studium

Die Zeit des Diploms als Studienabschluss geht zu Ende, denn die Modularisierung des Studiums mit den beiden Abschlüssen Bachelor und Master sind den Kultusministern auf EU-Ebene vorgeschrieben. In diesem Jahr stellt die Universität Bonn als letzte Agraruniversität von insgesamt zwölf Agraruniversitäten auf die neuen Studienabschlüsse um. Die allgemein noch herrschende Verunsicherung über Studienabschlüsse und Titel wird an einigen Fakultäten noch durch eine wachsende Zahl von Wahlpflichtfächern und Fachrichtungen gesteigert. Der Erklärungsbedarf ist groß. Der Bildungsserver Agrar will hier Abhilfe schaffen.

Die Studiengänge an den Universitäten und Fachhochschulen werden im Portal „Studien- & Berufswahl“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit ausführlich dargestellt. Zurzeit wird im Bildungsserver Agrar auf diese Angebot verwiesen. Darüber hinaus werden die neuen Studiengänge vorgestellt. Die BLE arbeitet an einer eigenen Darstellung der Studiengänge, Fachrichtungen und Fächer, in der die Unterschiede herausgearbeitet werden.

Referendariat

Ziel des Agrarreferendariats ist die Ausbildung von Nachwuchskräften für den höheren landwirtschaftlichen Dienst in den Agrarverwaltungen – und im Bundesland Nordrhein-Westfalen auch für das Lehramt der Sekundarstufe II. Beide Aufgabengebiete erfordern Kompetenzen im Unterrichten, Bewerten, Verwalten, Beraten und Innovieren.

Die Bedeutung des Agrarreferendariats nimmt ab. In einigen Bundesländern wurde es schon abgeschafft, in anderen, wie in NRW, ist die Einstellung vorgesehen. Im Bildungsserver Agrar wollen wir die weitere Entwicklung des Agrarreferendariats begleiten und Alternativen diskutieren.

Stellenmarkt Agrar

Auf der einen Seite soll eine gute Aus- und Weiterbildung zu einem adäquaten Job führen, auf der anderen Seite sollen freie Stellen mit den bestmöglichen Bewerbern besetzt werden. Ein wichtiger Bestandteil des Bildungsservers Agrar ist daher der „Stellenmarkt Agrar“. Alle mit öffentlichen Mitteln finanzierten Stellen können hier kostenfrei ausgeschrieben werden. Dies gilt für Ausbildungsplätze genauso wie für wissenschaftliche Stellen. Über die E-Mail-Adresse stellenmarkt@zadi.de können die Stellenangebote der BLE zugeleitet werden. Der Stellenmarkt ist direkt über die Adresse www.bildungsserver-agrar.de/stellenmarkt zu erreichen.

Rechtliche Regelungen

Die Aus- und Weiterbildung unterliegt bekannterweise zahlreichen rechtlichen Regelungen: Ausbilder-Eignungsverordnung, Ausbildungsstätten-Verordnungen, Berufsbildungsgesetz, Meisterverordnungen oder Verordnungen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen – um nur einige Regelungen zu nennen. Alle den Ausbildungsbereich betreffende rechtlichen Regelungen werden im Portal in der aktuellen Fassung angeboten.

Förderung

Für den gesamten Bildungsbereich gibt es eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten: Für die Auszubildenden besteht zum Beispiel die Chance auf Berufsausbildungsbeihilfe, für die berufliche Weiterbildung das Meister-BAFöG, für Studierende das BAFög, die Studien- und Bildungskredite sowie Stipendien und Begabtenförderung. Wobei es auch eine Begabtenförderung für Berufstätige im Agrarbereich gibt. Zudem existieren Fördermöglichkeiten für kleine und mittelständige Unternehmen sowie für die Forschung. Der Bildungsserver Agrar bietet hier einen Überblick. Hinzu kommen noch Literaturhinweise, Termine und Links.

Bildungsserver Agrar ist barrierefrei

Nach § 11 des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen müssen Träger öffentlicher Einrichtungen ihre Internetauftritte so gestalten, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können. Auf Grund dieses Paragrafen hat das Bundesministerium des Inneren im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) erlassen. Im Bildungsserver Agrar werden die in der BITV aufgestellten Anforderungen und Bedingungen an einen barrierefreien Webauftritt berücksichtigt.

Jeder kann mitmachen!

Die Portalbetreiber möchten möglichst viele Einrichtungen aus der Agrarbildung zum Mitmachen bewegen. Übermitteln Sie deshalb der BLE ihre Aus- und Weiterbildungsangebote, Studiengänge, Termine, Literaturhinweise und sonstige Informationen, die für die Beteiligten in und an der Agrarbildung benötigt werden. Durch die Beteiligung aller in den Agrarbildungsprozess einbezogenen Personen und Einrichtungen am Ausbau dieses Internetportals wird die Transparenz in der Agrarbildung entscheidend verbessert und damit eine der Voraussetzungen für eine gute und nachhaltige Aus- und Weiterbildung sowie Berufsfindung geschaffen.