- Startseite >
- Glossar
Duale Ausbildung
In Deutschland wird die berufliche Erstausbildung überwiegend im sogenannten "dualen System" durchgeführt. "Dual" wird das deutsche Berufsbildungssystem deshalb genannt, weil die für den Beruf notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten an zwei verschiedenen Ausbildungs- bzw. Lernorten, nämlich im Unternehmen (praktische Ausbildung) und in der Berufsschule (theoretische Ausbildung) vermittelt werden.
Die berufspraktische Ausbildung findet also überwiegend im Unternehmen statt, während die Fachtheorie und die Allgemeinbildung weitgehend in den Berufsschulen vermittelt werden. Unternehmen und Berufsschulen verantworten die berufliche Erstausbildung der Jugendlichen also gemeinsam. Drei bis vier Tagen pro Woche lernen die Auszubildenden im Unternehmen und an ein bis zwei Tagen lernen sie in der Berufsschule. Der Berufsschulunterricht ist aber auch vielfach als sogenannter Blockunterricht organisiert.
Praktikum
Der Begriff Praktikum bezeichnet die Vertiefung zuvor erworbener theoretischer Kenntnisse in praktischer Anwendung. Praktika sind grundsätzlich Tätigkeiten zur Ausbildung oder Probe. Im Arbeitsleben kommt es jedoch auch immer häufiger vor, dass Praktikanten aus Kostengründen als Ersatz für reguläre Arbeitnehmer beschäftigt werden (Vorsicht!).
Für den Erwerb der Fachhochschulreife wie auch für die Aufnahme eines agrarwissenschaftlichen Universitäts- oder Fachhochschulstudiums ist der Nachweis eines Praktikums erforderlich. Die Praktikantenbüros an den Fakultäten, die Landwirtschaftskammern und die Landwirtschaftsministerin der Bundesländer vermitteln Praktika in anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsbetrieben.
Wer ein Praktikum im europäischen Ausland oder Übersee beginnen möchte, der ist im Referat für Internationalen Praktikantenaustausch des Deutschen Bauernverbandes an der richtigen Stelle.
Hier ist die Adresse:
Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V.
Referat für Internationalen Praktikantenaustausch
In der Wehrhecke 1c
53125 Bonn
Telefon: 0228/ 92657 -21 (23),
Fax: 0228/ 92657 -15
Trainee
Ein Trainee ist ein Hochschulabsolvent der in einem Unternehmen systematisch als vielfältig einsetzbare Nachwuchskraft aufgebaut wird, üblicherweise durch ein Trainee Programm mit aufeinander abgestimmten Einsätzen in verschiedenen Abteilungen, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen.
Das bekannteste Trainee Programm für den Managementnachwuchs in der Agrarwirtschaft bietet die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an. Ziel dieses Programms ist es, junge Hochschulabsolventen und Absolventen der höheren Landbauschule umfassend auf ihre späteren Management- und Leitungsaufgaben in landwirtschaftlichen Großbetrieben sowie in Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereichs der Landwirtschaft vorzubereiten. Dazu zählen sowohl "training on the job" als auch die Erweiterung der praxisrelevanten Managementkenntnisse und Managementfähigkeiten.
Volontariat
Das Volontariat ist eine im Gegensatz zur Lehre gesetzlich nicht genau geregelte Ausbildung. Verbunden wird der Begriff zumeist mit dem Journalismus. Es dauert je nach Vorbildung und/oder Eignung zwischen 12 und 24 Monaten.
Im Agrarbereich bietet der Ulmer Verlag ein zweijähriges Redationsvolontariat für Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Landwirtschaft und Gartenbau an.
Darüber hinaus gibt es weitere interessante Volontariatsstellen bei den Verlagen und Radio- sowie Fernsehsendern.









