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Hauswirtschaft - Duale Ausbildung stärken
10.07.2012 Landfrauen im Bayerischen Bauernverband

Köchin dekoriert Nachtisch. Copyright: michaeljung - Fotolia.com
Angesichts der steigenden Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Fachkräften sehen die Landfrauen in der Hauswirtschaft einen vielseitigen Ausbildungsberuf mit guten Zukunftsaussichten.
Allerdings ist die Zahl der Absolventinnen und Absolventen in diesem Beruf in den vergangenen Jahren in Bayern stetig gesunken. Hier müsse gegengesteuert werden, so meinen die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband.
In einem Positionspapier zeigt der Landesvorstand der Landfrauen die Zusammenhänge auf.
Hauswirtschaft sei am Arbeitsmarkt, in Privathaushalten und landwirtschaftlichen Unternehmerhaushalten ebenso gefragt wie in sozialen Einrichtungen oder im Hotel- und Gaststättenbereich. Verschiedene Entwicklungen ließen die Nachfrage nach Fachkräften weiter ansteigen:
- Immer mehr ältere Menschen wollen gerne zu Hause alt werden und nehmen hauswirtschaftliche Dienstleistungen in Anspruch.
- Gesellschaftliche Veränderungen wie die zunehmende Berufstätigkeit beider Partner oder die Einführung von Ganztagsschulen haben zur Folge, dass hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen immer weniger selbst erbracht und stattdessen von Fachkräften zugekauft werden, sei es beispielsweise die Versorgung in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung oder die Betreuung von älteren Menschen und Kindern.
- Hinzu kommt ein problematischer Trend: Bei der jungen Generation sind hauswirtschaftliche Kenntnisse häufig nicht mehr vorhanden, weil deren Vermittlung durch die eigenen Eltern und in der Schule kaum noch stattfindet.
- In der Landwirtschaft bietet der Aufbau von hauswirtschaftlichen Einkommenskombinationen ein attraktives Zusatzeinkommen.
Sinkende Zahl der Abschlussprüfungen
Obwohl sich die duale Berufsausbildung, also die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, in der Hauswirtschaft bewährt habe, sei die Zahl der Abschlussprüfungen in den vergangenen Jahren in Bayern stetig gesunken, zuletzt von 2010 auf 2011 um 30 Prozent. Die Landfrauen befürchten, dass sich dieser Trend durch die geburtenschwachen Jahrgänge und die verfügbare Zahl an Ausbildungsplätzen weiter fortsetzen werde, wenn nicht gegengesteuert wird.
Deshalb fordern die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, die duale Berufsausbildung in der Hauswirtschaft zu stärken. Sie müsse Vorrang vor schulischen Ausbildungsangeboten haben.
Weitere Informationen
Position der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband
Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in im Bildungsserver Agrar










